Eine Herbst Fototour auf dem Altenburger Friedhof

Altenburger Friedhof

Heute möchte ich über eine besondere Fototour berichten. Am 04.10.2014 es ist ein schöner sonniger Herbsttag habe ich den Entschluss gefasst mal wieder eine lange und ausgedehnte Fototour in Altenburg* zu unternehmen. Ich hatte mir überlegt wo soll es hingehen? Vielleicht mal wieder zum Schloß Tannenfeld oder Kammerforst/Leinawald, vielleicht auch mal wieder zum Schloß Poschwitz mit Park? Da ich aber diesmal Fahrfaul bin, muss ich etwas finden was ganz in der Nähe liegt und mir dennoch gute Motive liefert.

Also reifte in mir nun die Idee, ich könnte ja mal wieder Richtung Friedhof gehen um dort mein Glück beim fotografieren zu finden – hier ist jetzt keine Frau gemeint 😉 die findet man ja nicht dort. Ich habe mich also mit Sack und Pack auf den Weg gemacht – habe aber mein neu erworbenes Stativ nicht mitgenommen, ich bin einfach zu Faul das Teil Auf- und dann wieder Abzubauen 😉 .

Ich bin nun also zu Fuß über die Teichstraße, Johannisgraben, Theo-Neubauer-Straße bis zum Hospitalplatz gelaufen, es war eine schöne Strecke zu Fuß 🙂 . Ich bin dann über den Grüntaler Weg zum Haupteingang des Städtischen Friedhofs rein und habe mir überlegt… Wie gehe ich nun die Sache so an und beginne ich am besten auf diesem riesigen Gelände?

Rosenhain mit Stelen

Ich habe mich entschlossen rechts beim alten Rosenhain zu beginnen und die Wege auf und ab zu nutzen ich bin also quasi jeden der Hauptwege rauf und runter gegangen. Am alten Rosenhain wurde mir plötzlich klar, Marco hier warst Du noch nie im Leben, diese und auch andere Stellen hast Du noch nicht gesehen. Ich habe natürlich gleich für mich sehr gute Stellen zum fotografieren gefunden – ich habe gleich auch etwas geübt meine Kamera auch Manuell zu nutzen, bisher habe ich immer nur den P-Auto Modus genutzt und Autozoom sowie Automatik. Mir war gleich bei den ersten Motiven und Fotos klar, die Kamera kann mehr, viel mehr als ich bisher annahm. Ich gebe zu ich habe mir eine Zeitschrift gekauft* die gleichzeitig eine Art Canon DSLR* Handbuch ist mit vielen interessanten Tipps und Infos sowie einer DSLR Schulung. Ich werde diese Zeitung jedenfalls nutzen um mein Wissen weiter ausbauen zu können.

Wasser Detail – Friedhof Altenburg

Nun aber zurück zu meiner Fototour auf dem Altenburger Friedhof. Wusstet ihr eigentlich, das der Altenburger Friedhof seit 1529 als einer der ältesten städtischen Friedhofsanlagen in Deutschland genutzt wird? Diese Information konnte ich gleich am Haupteingang auf einer Infotafel mit weiteren sehr interessanten Details finden.

Was ich nicht erahnen konnte ist, das sich neben dem alten Rosenhain der sich direkt neben dem neuen Rosenhain mit den schönen gestalteten Stelen befindet, auch noch einige alte Gebäude mit Gewächshäusern, ich vermute mal eine ehemalige Gärtnerei befinden.

Ich habe mich dann nach dem Besuch des sowjetischen Ehrenmals für die gefallenen Sowjetischen Soldaten wieder Richtung Krematorium begeben und habe mich an einem Springbrunnen an der Wasserfotografie versucht – es ist mir leider nur halbwegs gut gelungen – aber ich bleibe dran.

Was bedeutet eigentlich Krematorium?

Hierzu eine Kurze Info von Wikipedia: Ein Krematorium (zu lat. cremare, dt. verbrennen) ist eine Anlage zur Kremation, der Verbrennung (auch Einäscherung oder Veraschung) von Leichen anstelle einer Bestattung direkt in der Erde. Der Vorgang einer Bestattung unter Einbeziehung der Kremation wird auch als Feuerbestattung bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)

Im übrigen das Altenburger Krematorium wurde im Jahr 1929 erbaut.

Fürstengruft

Nachdem ich rauf und runter spaziert bin und ich würde sagen an die 300 Fotos geschossen habe bin ich an der Mauer zum alten Friedhof angekommen hier liegen viele Berühmtheiten von Altenburg. Ebenfalls hier befindet sich die Ruine der Fürstengruft. Diese ist im altdeutschem Stil errichtete und wurde vollendet durch den Baukontrolleur Winkler im Herbst 1841. In der Fürstengruft wurden bis 1919 Mitglieder der herzoglichen Familie beigesetzt. Heute ist die Gruft leider nur noch eine Ruine.

Hier im alten Teil des Friedhofes findet man sehr alten Baumbestand und Gehölze, schöne und interessante barocke und klassizistische Grabmale, die Gottesackerkirche und die Friedhofskapelle mit Aufbewahrungshalle.

Altenburger Friedhof Detail

Nach knapp 4h war ich fertig und habe mehr als 800 Fotos gemacht, wie viele ich nun nutzen kann das werde ich nach Prüfung und gegeben falls nach Bearbeitung sehen. Für mich war es jedenfalls ein sehr gelungener Tag.

Ich konnte bei meiner Fototour viele interessante Dinge entdecken und für mich auch die Stille und Ruhige einmalige Atmosphäre genießen. Der nächste Fotorundgang* hier findet deshalb auf jedem Fall statt.

Wer einmal eine andere Seite der über 1038 jährigen Stadt entdecken und besichtigen möchte sollte sich diesen wunderbaren Platz nicht entgehen lassen, es lohnt sich.

Über der uNi 58 Artikel
Hallo, mein Name ist Marco auch genannt der uNi. Ich bin ledig und lebe bzw. wohne in der über 1040 jährigen Kaiser-, Residenz- und Skatstadt Altenburg/Thüringen ;-).

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