Feuer, Wasser und Leben


Hallo meine lieben Fans und Besucher, Heute gibt es nun endlich mal wieder einen Artikel von mir. Viel Wasser ist bisher in der Blauen Flut herunter geflossen und ich habe gerade das Bedürfnis und die Lust zu Schreiben.

Die letzten Monate waren für mich sehr ereignisreich und aufregend, nein nicht was Beziehung oder Beruf angeht auch nicht politisch, selbst wenn es da viel Aufregung , Ärger und Stress gibt, sondern eher familiär.

Ende Juni, genauer am 29. Juni 2019 , ich war gerade in Meerane einkaufen, ich hatte mich nun endlich mal entschlossen mein Auftreten zu ändern, also auch mal Moderne T-Shirts zu kaufen und zu tragen, erreichte mich ein trauriger Anruf. Mutti war am Apparat und sagte zu mir, diese Worte werde ich nie vergessen, bei uns brennt es. Ich fragte, wie es brennt bei uns? Sie sagte nochmals, das Haus brennt, ich war wie vor dem Kopf geschlagen und merkte wie mir das Adrenalin in den Körper schoss. Ich bestieg schnell mein Auto und fuhr zu meinen Elternhaus. Je näher ich dem Zuhause kam um so aufgeregter wurde ich. Mir schoss so vieles durch den Kopf und ich konnte meine Gefühle nicht unter Kontrolle halten. Ich weiß , beim Autofahren nicht so gut, aber es war eine Situation die ich bisher nicht kannte.

Ich kam nun also meinem Elternhaus immer näher , konnte von weitem die Straßensperrung und die Rauchsäule sehen. Angekommen an der Absperrung parkte ich das Auto ab und rannte Richtung Haus. Am Haus angekommen , schickte man mich zum Rettungswagen an dem sich bereits meine Eltern , zum Glück unverletzt und mein Bruder mit Mio, meinem jüngsten Neffen befanden. Ich musste wohl sehr rot durch die Aufregung gewesen sein, da mich der Sanitäter gleich ins Auto bitten wollte, was ich natürlich dankend ablehnte. Ich besteige weder freiwillige noch unfreiwillig jemals einen Rettungswagen, auch wenn er es gut mit mir meinte. Ich machte ihm klar, das es mir gut gehe.

Die Feuerwehr bekam zum Glück den Brand gut in den Griff , aber es entstanden dennoch hohe Sachschäden durch Feuer und Wasser. Gegen 20 Uhr konnte ich zusammen mit Feuerwehrmännern ins Haus um wichtige Dokumente herauszuholen. Meine Eltern kamen zum Glück , vorerst bei Nachbarn unter, nach drei Wochen dann in einer von der Gemeinde gestellten Wohnung.

Ich war gegen 22 Uhr zu Hause und konnte in dieser Nacht kaum Schlafen , so das ich gegen 6 Uhr schon wieder aufgestanden bin und punkt 7 Uhr mich am Haus einfand. Die Feuerwehr hatte eine Nachtwache eingerichtet und die beiden Feuerwehrmänner waren immer noch vor Ort. Hier muss man einfach eine Lanze für das Ehrenamt brechen, diesen Frauen und Männern gebührt unser großer Dank und Respekt. Nun also konnte ich wieder ins Haus und begann Fotos , Bücher und Dokumente zu sichern und aus dem Haus zu bringen. Am Vormittag kamen noch viele Freunde vorbei, die halfen beim ausräumen und einpacken, sie brachten Umzugskartons und Wäschekörbe vorbei. Nachbarn begannen, Wäsche zu waschen, Sachen unterzustellen und einfach in diesem Moment da zu sein, was eine große Hilfe war.

Auch ihnen, den Freunden , Bekannten, Nachbarn und Arbeitgebern, gebührt unser großer Dank. Eben bei solchen großen und einschneidenden Ereignissen kann man sehen das man zusammenhält und füreinander da ist.

Heute nun, knapp einem Monat nach dem tragischen Ereignis, sind wir einigermaßen zur Ruhe gekommen und der Aufbau des Hauses , welches durch den Brand und das Löschwasser unbewohnbar wurde, kann beginnen. Wie heißt es in einer Hymne eines ehemaligen Staates, „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt“…, ja wir werden das Zuhause wieder aufbauen, mit Unterstützung und Hilfe.

Mit folgenden letzten Sätzen beende ich meinen heutigen, kurzen Artikel und möchte euch für die Aufmerksamkeit danken.

Unter diesem Artikel, lass ich euch einige Fotos da um euch zu zeigen das nach Feuer und Wasser, das Leben weitergeht. Ich war nach langer Zeit wieder im Wald um die Seele zu heilen, gesunde Luft zu atmen und die Gedanken zu reinigen. Es ist erstaunlich wie einfach es ist, den Dreck, den Stress , die Angst und den Müll des Alltags los zu werden.

Euer uNi

 

 

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Hallo, mein Name ist Marco auch genannt der uNi. Ich bin ledig und lebe bzw. wohne in der über 1040 jährigen Kaiser-, Residenz- und Skatstadt Altenburg/Thüringen ;-).