Frühlingserwachen in Altenburg – ein kleiner Spaziergang

Orangerie Altenburg im Frühjahr 2013

Hallo lieber Besucher von deruNi.de – leider habe ich es bisher nun doch nicht geschafft mindestens einmal im Monat zu schreiben, aber nun ist es wieder soweit, ein Lebenszeichen nach dem langen Winter gibt es heute von mir. Heute nun war ich auf einen meiner ersten längeren Spaziergänge in diesem Jahr – es ging quer durch die altehrwürdige Residenzstadt Altenburg zum Schlosspark mit Orangerie und Teehaus.

Nun sitze ich gerade es ist 13.15 Uhr und ich gönne mir eine Mittagspause im Schlosspark. Es ist 20 Grad warm und man merkt die Natur erwacht so langsam aus dem langen Winterschlaf. Ich habe mir also meine Kamera eine Canon 550D* geschnappt und bin voller Elan durch die Stadt gelaufen um mich zu erholen und eine kleine Foto-Tour zu machen.

Nachdem ich die Schlossauffahrt herauf gegangen bin und mich aus der Sicht des Stadtdschungel befinde, ist es plötzlich ganz Leise nur ab und zu hört man einen Turmfalken rufen, der um die Schlosskirche herum fliegt. Ich denke mir gerade – ist das Freiheit – tun und lassen zu können – einfach fliegen – einfach unterwegs sein? Ich fotografiere aus verschiedenen Perspektiven unsere schöne aber sanierungsbedürftige Schlosskirche – noch ohne Wetterschutzdach – die Sanierung des Daches beginnt in Kürze. Durch den Glockenturm geht es in den Schlosshof und man kann nur erahnen wie erhaben man sich früher gefühlt haben muss bei der Größe und Pracht des Schlosskomplexes.

die Flasche im Residenzschloss Altenburg

Ich drehe also nun meine Fotorunde vorbei an Pferdetränke durch den Agnesgarten und lasse meinen Blick immer wieder in die Ferne des blauen Himmels schweifen. Große alte Bäume spenden “noch” Schatten, wer weis wie lange noch – bleiben sie geduldet? Der Agnesgarten soll auch umgestaltet werden, nach alten historischen Vorbild. Ich stehe nun gegenüber der Flasche dem ehemaligen Wehrturm und genau so alt wie die Roten Spitzen (geweiht 1172 im beisein Friedrich I. Barbarossa) – das Wahrzeichen der Stadt die 976 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Im übrigen werden in diesem Jahr die Roten Spitzen wieder für die Öffentlichkeit zugängig sein und ein Museum eröffnet werden. Auch ich habe mich entschlossen ein Internet-Projekt über die Roten Spitzen zu starten und hoffe, dass ich dies bis Juni hin bekomme.

Ich denke mir gerade nun wird es aber Zeit einen anderen Ort aufzusuchen an dem man die Natur noch mehr sehen und spüren kann. Also geht es los wieder durch den Glockenturm vorbei am Triumpfbogen durch das Torhaus und an der Försterei vorbei zum Schlosspark. Von außen kann man nicht erahnen wie weitäufig diese Anlage ist. Der Schlosspark ist natürlich ebenso wie das Freizeit- und Erholungsgebiet um den Großen Teich mit Inselzoo, sehr beliebt bei den Altenburgern und seinen Gästen.

Orangerie und Teehaus 2013

Durch ein kleines Nebentor gelange ich also nun umgeben von alten Mauern und Hecken in das Schlossparkgelände. Nun steht vor mir eines der schönsten Gebäude, welches durch einen rührigen Förderverein mit Hilfe der Stadt und Spendern vollständig saniert wurde – das Teehaus mit Orangerie – eine wahre Perle im Schlosspark. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen den neu angelegten Orangerie Garten mit den Frühblühern die nun endlich rauskommen und Farbe in die Landschaft bringen zu fotografieren. Nach diesem kleinen Zwischenstopp geht es weiter vorbei am Marstall, der gerade eingerüstet ist mit Wetterschutzdach – auch dieses Gebäude wird zum Glück für die Stadt erhalten bleiben und einer neuen hoffentlich auch Bürgerfreundlichen Bestimmung zugeführt (wie wäre es mit einem überdachten Markt oder die Unterbringung der Bibliothek mit Archiv).

Langsam komme ich dem Ort meiner Begierde nahe 😉 – ich habe eine Lieblingsbank bei der Teehauswiese und bin sehr erfreut, dass trotz des super Wetters alles noch frei ist. Angekommen bei der Bank die mir den Blick zum Teehaus und Orangerie sowie Richtung Schloss gibt, zog ich mir gleich meine Jacke aus, ob es ein Fehler war die Jacke mitzunehmen denke ich gerade, denn ist ist warm, sehr warm. Nun also nahm ich Platz und streckte alle viere von mir – stecke meine Ohrhörer an das Handy* an und höre meine Musik – “Oliver Shanti and Friends*” eine wahrer Musikgenuss wenn man die Seele baumeln lassen möchte.

Sollte also jetzt der Augenblick – meiner Erleuchtung sein, in dem ich endlich den Einfall oder die Idee meines Lebens bekommen werde? Ich arbeite gerade an verschiedenen Projekten und denke nach, ist es gut mehrere Projekte zeitgleich zu verfolgen oder lieber ein Projekt zu beenden und nacheinander diese abzuarbeiten? Ich habe keine Antwort darauf gefunden.

Ich öffne also die Augen, denn selbst mit der Musik fällt es mir doch tatsächlich schwer abzuschalten, also genieße ich die Gegend und beobachte einen Jungen der seinen, es scheint ein junger Hund zu sein, spielerisch zum lernen animiert. Die Vögel zwitschern und die ersten dicken Brummer fliegen mir vor der Nase lang.  Man merkt den Tieren die Lebensfreude an – habe ich diese auch? Ich kann sagen ja, denn ich genieße das Leben. Ich habe gelernt was mir in den letzten Jahren gefehlt hat und das war ganz einfach die Zeit um zu Leben, nun habe ich diese mir wieder geholt und Lebe.

Blick auf den Magdalenenstift

Da ich gerade so Philosophisch nachdenke über den Sinn des Lebens, merke ich das man nicht Planen sollte, sondern alles so nehmen soll wie es kommt, sich die Zeit so einteilen soll wie man es will ohne große Planung und Zeiteinteilung. Ein Milan gleitet gerade elegant über die Wipfel der Bäume dahin – wohin? Ich lasse mich wieder ohne Gedanken in Zeit und Raum auf die Bank nieder und genieße die Frühlingssonne.  Nach einer Weile fühle ich mich nun für die neuen Aufgaben an dieses Tag, aufgetankt mit neuer Kraft, Frisch und Munter. Nun also geht es wieder ins heimische Büro den Alltag entgegen durch eine hektische Stadt und ich denke mir – wie schön ist es auch mal inne halten zu können und die Seele baumeln zulassen. Wenn das nur auch die anderen so könnten!

So in etwa war nun mein heutiger Mittagsspaziergang, den ich euch nicht enthalten wollte. Ich weiß trotzdem noch nicht wie ich das mit den Projekten richtig machen kann, aber ist das, dass wichtigste im Leben, alles planen zu müssen – ich denke Nein!

Fotos übrigens von meinen Spaziergang könnt Ihr in meiner Galerie finden. Sollten diese Euch gefallen so bin ich über Meldungen von Euch dankbar. Fotos können auch gerne gekauft werden ;-). So das war es dann mal für heute von mir und diesmal wird es garantiert keine 3 Monate bis zum nächsten Artikel dauern :-).

Euer uNi

Marco Unverzagt
Über der uNi 54 Artikel
Hallo, mein Name ist Marco auch genannt der uNi. Ich bin ledig und lebe bzw. wohne in der über 1040 jährigen Kaiser-, Residenz- und Skatstadt Altenburg/Thüringen ;-).

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