Meine Denkmalrunde zum Tag des offenen Denkmals in Altenburg

Tag des offenen Denkmals 2012

Nun haben wir schon wieder Mitte September und der Tag des offenen Denkmals ist schon wieder knapp eine Woche her. Also setze ich mich mit Musik nat√ľrlich von Simon & Garfunkel, an meinen Laptop und schreibe diesen, hoffentlich f√ľr Euch interessanten Artikel. Ich m√∂chte heute √ľber diesen Tag und meinem Rundgang in Altenburg, meiner Heimatstadt berichten. Nat√ľrlich ist es wie immer kleine √Ąnderungen am Ablaufplan sind nicht zu unterbinden. Am Morgen habe ich sch√∂n gefr√ľhst√ľckt, zusammen mit ¬†einen sehr guten Freund und einer Guten Freundin die zu Besuch bei mir waren, mit denen ich nat√ľrlich das Abenteuer Tag des Offenen Denkmals 2012 in Altenburg unternehmen werde.

Nachdem wir uns mit Br√∂tchen, Kaffee und den obligatorischen Sonntagsfr√ľhst√ľcks-Ei gest√§rkt haben, ging es also auf Tour, ich habe mir meine Kamera* geschnappt, dazu 1-2 zus√§tzliche Speicherkarten*, denn wenn ich einmal in meinem Element dem Fotografieren bin, kommen leicht 300-600 Bilder zusammen :-).

Los ging es in der Teichstra√üe wo man in ein Gr√ľnderzeitliches Wohn- und Gesch√§ftshaus Einblick bekam. Ich kannte dieses Geb√§ude bisher nur von Au√üen, liegt es doch t√§glich in meinem Blickpunkt, wenn ich aus dem Fenster schaue. Es war sehr interessant zu sehen, dass im Hinterhof immer noch Menschen wohnen und diese es sich sehr gem√ľtlich gemacht haben, es erinnert mich an l√§ngst vergangene Zeiten als ich noch Kind war. Das Haus im inneren ist nat√ľrlich mit einer wunderbaren Treppenanlage aus Holz ausgestattet und die Wohnr√§ume sind wie bei alten H√§usern √ľblich sehr hoch aber auch r√§umlich sehr gro√ü. Man kann hier sicherlich nach einer Sanierung sehr guten und hochqualitativen Wohnraum erhalten, hoffen wir, dass dieses Geb√§ude bald umfassend saniert und bewohnbar wird. Wir haben in Altenburg schon genug H√§user dem¬†Abrissbaggern¬†√ľberlassen m√ľssen. Fotos k√∂nnt ihr hier in der Galerie sehen.

Weißes Ross Altenburg РWandgemälde

Nachdem wir drei das Geb√§ude von unten bis oben sozusagen durchk√§mmt haben und ich wie sollte es anders sein schon die ersten knapp 50 Fotos geschossen hatte ging es weiter zum n√§chsten Geb√§ude. Dies sollte das “Wei√üe Ross” werden, ein ehemaliges Gasthaus. Da dieses Geb√§ude durch die Stadt restauriert und ausgebaut worden ist, konnte man nicht allzu viel sehen. Besonders an diesem Geb√§ude ist aber immer noch der alte Charakter als ehemaliges Gasthaus. Hier ist auch ein imposantes Wandbild zu sehen, welches auch nach dem Bau erhalten geblieben ist und eine Stadtansicht Altenburgs von 1650 zeigt. Auch hier konnte man den Geist der “Guten alten Zeit” sp√ľren. Dieses Geb√§ude ist durch die Stadt schon so gut wie verkauft und es ist zu hoffen, dass der neue Besitzer das richtige macht um dieses Kulturgut zu nutzen und wieder der √Ėffentlichkeit zug√§nglich zu machen. Auch von diesem Geb√§ude gibt es Fotos zu bewundern.

Ich h√§tte aber echt nicht gedacht das, dass Wetter so sommerlich warm wird, knapp 30 Grad, dies wird wohl f√ľr dieses Jahr der letzte richtige Sommertag werden. Nachdem wir uns das “Wei√üe Ross” angeschaut haben ging es nur ein paar Meter weiter zum n√§chsten Denkmal. Auch hier direkt zwischen Gro√üen Teich und kleinem Teich, steht ein imposantes Geb√§ude, welches eine Gastst√§tte beherbergt hat und ich auch als kleines Kind, ja lange ist es her, verkehren durfte. Diese Gastst√§tte genannt “Stadt Dessau” oder auch “Gastronom” zu DDR Zeiten, konnte durch vorbildliche Restaurierung und Umbau vor dem schon von der Stadt Altenburg beschlossenen Abriss gerettet werden. ¬†In diesem Geb√§ude wird demn√§chst ein Betreutes Wohnen einziehen, man konnte schon den neuen Fahrstuhlschacht und einige der Wohnr√§ume anschauen. Einen wundersch√∂nen Blick hat man auf die Roten Spitzen und das Naherholungsgebiet um den Gro√üen Teich, ebenfalls sicherlich auch von ganz oben √ľber die wundersch√∂ne Stadt Altenburg.

Nachdem wir nun einige Baustellen angeschaut haben, konnten wir das super sch√∂ne Wetter auf dem Weg in den Schlosspark zu den n√§chsten Objekten bzw. Denkm√§lern genie√üen. Heute soll es also soweit sein, ich sehe zum erste mal seit l√§ngerer Zeit wieder den Teehaus-Saal und die Orangerie von Innen. Das Teehaus und die Orangerie wurden ja seit mehreren Jahren restauriert. Man konnte schon erahnen welche Anziehungskraft diese beiden Geb√§ude haben. Vor dem Teehaus im Park stand eine Postkutsche die, die Besucher durch die Gegend fuhr und im Park bzw. vor dem Teehaus und der Orangerie war ein gro√üer Menschenandrang. ¬†F√ľr mich war es nat√ľrlich eines der heutigen Highlights. ich muss einfach fotografieren und das Geb√§ude besichtigen, genau so ging es dem Silko und der Anja.

Teehaus Saal

Schon der erste Blick ins innere der Orangerie¬†lies¬†mir den Atem stocken, aus meinem Munde entwisch ein Ooh und Ahh – Wahnsinn!!! – dachte ich mir. Es sollte noch besser werden. Nach dem ersten Eindruck machten wir uns also auf den Weg ins Obergeschoss der Orangerie um in den Teehaus-Saal¬†zu gelangen. Als ich den Saal betrat wurde ich erstmal Still und konnte es nicht schaffen, was ehrenamtliches¬†Arrangement¬†alles schaffen kann. Der Saal sieht sehr, sehr sch√∂n aus und Silko meinte sofort: “Sollte ich mal heiraten, dann hier.” Ich konnte mir nat√ľrlich ein L√§cheln nicht unterdr√ľcken, zumal ich ja ebenfalls ein Heirat-Gegner bin ;-), selbst wenn irgendwann die Richtige Frau auftauchen sollte.

Nachdem wir uns hier im Schlosspark knapp 1h aufgehalten haben ging es √ľber die¬†Schlossauffahrt¬†zum Landestheater – hier konnten wir eine kurze aber feine F√ľhrung miterleben. Danach ging es zum neugebauten Haus am Theaterplatz 6, vorbei an Volksst√§dt dem √§ltesten Cafehaus in Th√ľringen zur St. Bartholom√§ikirche.

Die¬†St. Bartholom√§ikirche¬†ist eine der √§ltesten Stadtkirchen in Altenburg, erw√§hnt erstmals 1215. Sie ist eine der Deutschlandweit 22 Reformationsst√§tten und ist mit dem¬†Europ√§ischen Kulturerbe-Siegel¬†ausgezeichnet. Hier wurde der erste Pfarrer √ľberhaupt auf der Welt getraut und ebenfalls hier war Martin Luthers Weggef√§hrte Georg Spalatin t√§tig.

St. Bartholomäikirche in Altenburg

Nachdem ich also tolle Fotos der Krypta gemacht hatte, ging es auf den Dachboden des Kirchenschiffs, hier war es sehr warm, aber es war ebenso unbeschreiblich interessant die zum Teil Original erhaltenen Bauteile der¬†Dachkonstruktion zu sehen.¬†Nat√ľrlich lie√üen wir es uns auch nicht nehmen, den Turm zu besteigen. Von hier aus, ich geb zu ich habe H√∂henangst, kann man wunderbar √ľber unsere gr√ľne und alte Heimatstadt schauen. Es ist einfach immer wieder¬†faszinierend wie sch√∂n doch Altenburg ist. Fotos sind wie zu den anderen Denkm√§lern in meiner Galerie zu finden.

Als letztes Objekt haben wir dann die ehemalige Gastst√§tte und letzten Stadthof ¬†“Schwarzer B√§r” besucht. Ich kann nur immer wieder sagen, besucht diese Stadt und schaut was es noch alles zu erleben und zu bestaunen gibt. Man lernt immer neues hinzu oder wusstet ihr, dass in Altenburg das erste Lexikon von Brockhaus gedruckt wurde. Oder wir eine der √§ltesten Marienkr√∂nungen mit dem Kr√∂nungsakt besitzen? ¬†Kommt einfach her und schaut es euch selber an.

Marco Unverzagt
Über der uNi 54 Artikel
Hallo, mein Name ist Marco auch genannt der uNi. Ich bin ledig und lebe bzw. wohne in der √ľber 1040 j√§hrigen Kaiser-, Residenz- und Skatstadt Altenburg/Th√ľringen ;-).

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*