Prag 2016 – Wenn uNi eine Reise tut – kann man was erzählen! – Teil 2

Prager Burg (Foto: der uNi)

Reisebericht – Teil 2

Hallo zusammen und einen schönen Start in den Tag. Hier also wie versprochen der 2. Teil meiner Reisedokumentation nach Prag* der Goldenen Stadt in Tschechien.

Wo war ich gleich nochmal stehen geblieben… – …achja nach dem wir schön gespeist haben, ich natürlich Landestypisch Szegediner Gulasch mit Knödeln und ein Saftiges Getränk, ging es auf der Straße mit der Nummero 7 weiter Richtung Prag, natürlich mit der gewünschten Mautplakette – warum sich unsere dusseligen Politiker da so schwer tun, bleibt für mich ein Rätsel.

Also fuhren wir auf einer gut ausgebauten Strecke mit einigen Baustellen kurz vor Prag, dennoch waren wir dadurch nicht unverdrossen, denn es ist Urlaub angesagt. Mittlerweile wir haben es so gegen 17:30 und wir haben die Stadtgrenze von Prag erreicht, zur rechten Hand befindet sich der Flughafen, den kenne ich schon von einer kurzen Fahrt vom vorigen Jahr. Die Bebauung wurde enger, die Häuser immer größer und endlich wir haben dank Navigation unsere Unterkunft das “Hotel International”* erreicht.

Prag – unsere Hotelunterkunft (Foto: der uNi)

Puh ich habe mir den Allerwertesten fast Platt gesessen, es ist schon ein unterschied ob man im Büro sitzt oder im Auto 😉 . Also haben wir einen Parkplatz direkt vorm Hotel gefunden und schwups ging es rein direkt in die Lobby und da war der Aha-Effekt – Wahnsinn – Roter Teppich und die Lobby echt riesig. Nach dem einchecken im Hotel haben wir flux noch umgeparkt auf den Kamera überwachten und verschlossenen Hotelparkplatz und gingen auf das uns zugewiesene Hotelzimmer.

Auch hier war ich sehr überrascht über den Zustand und die Ausstattung des Zimmers, eigener Safe, TV, super Bad und Schlafplatz. Die Fotos hab ich in der Galerie mit eingepflegt.

Nun ja das erste was ich gemacht habe, war duschen in diesem sehr gut ausgestatteten Bad, das mitgebrachte Handtuch hätte ich zu Hause lassen können, im Hotel so habe ich durch Monty erfahren gibts diese immer und es gab sogar Wasch- und Haarwaschmittel. Nun weiß ich bescheid – tja so ergeht es einen der nie in den Urlaub fährt. Nachdem wir uns erfrischt haben, ging es ab zur Bar um den Willkommenstrunk zu bekommen – naja hier gab es leider nur die Auswahl zwischen Wein, Bier, Kaffee oder Alkoholfreien Getränken – für mich bestellte ich nen Glas Wein, Monty etwas Alkoholfreies. Wir kamen auch gleich mit Leuten aus Nürnberg ins Gespräch bevor es noch auf eine Entdeckungstour ging.

Da der Tag uns in den Knochen steckte, brachen wir die Tour dann doch nach 2 km laufen ab und gingen zurück ins Hotel um zu nächtigen. Am anderen Morgen die Sonne strahlte – tja wenn Engel auf Reisen gehen 😀 – stand ich so gegen 7:30 Uhr auf, was für mich schon ziemlich spät ist, klingelt doch zu Hause schon 5:00 Uhr am morgen der Wecker.

Gegen 8:30 Uhr ging es auf zum Frühstücksbuffet, welches wirklich sehr reichhaltig und gut war. Nachdem wir nun gesättigt waren, ging es auf in das Centrum Prag´s*. Wir kauften uns schnell vorm Hotel an einem Kiosk noch ein 24 Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in Prag (Bus, Straßenbahn und U-Bahn) für 110 Kronen und los ging es – ich bin ja ewig keine Straßenbahn mehr gefahren und es hat Spaß gemacht, schließlich war auch genug für die Augen dort drinnen vorhanden 😉 .

Nun ja ich muss zugeben, fremde Städte und Menschen sind für mich persönlich immer interessant aber ich kann mich nicht verständigen, deshalb war ich froh das Monty halbwegs Englisch konnte bzw. die Menschen im wunderbaren Prag zum Teil auch gut deutsch sprechen können. Das Sprachenproblem hatte ich bereits 2009 in Edinburgh wo mir mein Bruder weiterhelfen konnte – für mich steht aber trotzdem weiter fest, ich lerne die Sprache (Englisch)* nicht – es ist einfach zu schwer für mich – zur Not verständige ich mich weiterhin mit Händen und Füßen.

U-Bahn Station in Prag (Foto: der uNi)

Angekommen mit der Straßenbahn 20, an der Station “Malostranská” sahen wir schon die festliche und stattliche Burg vor uns. Ein wenig mussten wir natürlich auch die Orientierung wiederfinden bei den “Schönheiten”* die hier rum laufen. Also Nordeten wir uns ein und ab gings – eine U-Bahn Station – fanden wir ebenfalls und da wir neugierig waren, stiegen wir auch mal hinab – es war Wahnsinn wie Steil die elektronische Treppe hinabging und uns nach, ich würde sagen 30-50 m auf dem Bahnsteig absetzte. Auch wieder hinauf war es anstrengend – ich bin ja nicht schwindelfrei, dazu später mehr.

Wieder am Tageslicht oben angekommen ging es erstmal zur Burg hoch hinauf, der Weg war anstregend und ich musste oben angekommen erst einmal so richtig durchatmen und Pumpen, der Blick auf die Altstadt – nein auf die Stadt gesamt – lies uns den beschwerlichen Aufstieg schnell vergessen. Wir gingen also in Touristenmanier – Reih und Glied – hinter den ganzen Trott her und gelangten schlussendlich auf den Burgplatz beim “Veits-Dom” – was für ein imposantes Gebäude – nicht nur der Dom nein die ganze Burg. Wir stellten gleich mal so fest, hier gehen die Steuergelder in ordentliche Kanäle und nicht in die schwarzen Kassen oder ins Ausland wie in Deutschland. Kein Wunder das unsere Straßen und Denkmäler so Marode sind oder es mit der Zeit werden, wenn die Steuergelder veruntreut werden, für Auslandszahlungen oder illegale Einwanderer.

Nach kurzer Suche fanden wir die Touri-Info und holten uns ein Rundgangpaket inklusive Fotolizenz für 400 Kronen und starteten unseren ganz persönlichen Rundgang durch die Burg, der schlussendlich knapp 4h dauern sollte. Wir besichtigten unter anderen den Veits-Dom, die St.-Georgs-Basilika, den alten Königspalast und auch die Räume des Fenstersturzes*. Wir hätten auch noch mehr anschauen können, aber dazu fehlte uns nun langsam die Lust, schließlich wollten wir nicht den ganzen Tag nur auf der Burg rumturnen, sondern wir wollten mehr sehen von Prag.

Die Karlsbrücke von der Prager Burg aus gesehen (Foto: der uNi)

Wir verließen also die Burg und stiegen den Burgberg wieder hinab, landeten bei einem sehr schönen Bistro wo wir uns stärkten und mal entspannen konnten, bevor wir weiter gingen zur Karlsbrücke (Karluvmost) – erbaut 1357, die älteste erhaltene Steinbrücke Europas. Es ging durch kleine Gässchen und vorbei an schönen restaurierten Gebäuden. Die Altstadt, solltet ihr Euch unbedingt anschauen.

Alsbald erreichten wir die Brücke und waren erstaunt, welch ein Andrang dort herrschte, mitunter kam man sich vor wie ein Hering in einer Blechdose – so ganz eng an eng. Was mich nicht so störte, denn ich genoss den Ausblick auf die Burg und die Stadt – irgendwie bekam man ein Gefühl von Frieden & Freiheit. Es gab natürlich für Männeraugen noch ganz andere reizende Ausblicke 😉 – upps das gehört natürlich nicht hierher.

Die Fotos vom Stadtrundgang findet ihr hier unter dem Artikel!

Weiter ging es nun auf den “Altstädter Ring” wo sich das “Altstädter Rathaus mit der Aposteluhr” befindet. Wir hatten Glück und konnten die Uhr um 16 Uhr in Aktion erleben, natürlich war der Platz vor der Uhr voll gepresst mit staunenden Menschen auch Touris genannt 😉 .

Wir überlegten uns nun was können wir trotz der schmerzenden Beine & Füße noch anschauen und kamen auf die glorreiche Idee uns noch das “Tanzende Haus” anzuschauen. Ok wir schnappten uns aus einer Tourist-Info einen Stadtplan und los ging es. Nach ungefähr 20 min Wegstrecke durch Gassen und Straßen umsäumt mit wahrlich herrlich anzuschauenden Gebäuden vorbei an der Moldau* standen wir vor dem Haus. Es schien mir als sei ich Besoffen so schief stand es da – aber da ich nüchtern bin, war klar das Haus ist schief und schien zu tanzen. Ok wir haben nun paar Fotos gemacht die Mädels bestaunt, die es hier in massen gibt, da kann meine Heimatstadt nicht mithalten – sollte ich vielleicht auswandern? Obwohl Großstadt ist nix für mich zum Leben, ich brauch es paar Nummern kleiner.

Wir überlegten nun was machen wir noch? Monty wollte unbedingt von vornherein noch den “Aussichtsturm von Petrín” besteigen, den wir aus der Ferne auch schon sahen nur waren wir uns nicht im klaren das 2 km doch schon noch ne Hausnummer an Strecke ist, zumal wir soviel gelaufen sind das die Füße schon “rauchten”. Übrigens der Turm ist eine verkleinerte Kopie des Pariser Eiffelturms 1:5 und wurde 1891 erbaut.

Der Aussichtsturm von Petrín (Foto: der uNi)

Da wir ja so richtige Helden sein wollten *g* bekamen wir natürlich erst später mit, das eine Seilbahn den Stadtberg Petrín hinauf fuhr. Wir Kunden, das muss ich sagen liefen natürlich hoch und waren fertig, verschwitzt und fast aufgebend lustlos. Aber eins muss ich schnell noch erzählen, hier auf dem Berg befinden sich alte Streuobstwiesen mit Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Mirabellenbäumen, das ganze für jeden öffentlich um sich mit Obst zu versorgen. Vorbildliche Leistung dieser Stadt an der sich unsere Städte und Gemeinden, ne Scheibe abschneiden können. Hier in Deutschland werden statt Obstbäume nur noch normale Bäume gepflanzt – was an für sich schon nicht mehr so toll ist, sollte man doch die Bevölkerung lieber an Obst heranziehen – gesund Leben lautet die Devise.

Nun endlich sind wir oben angekommen und kauften uns die Karten 120 Kronen für den Bestieg des Turmes. Ich hatte natürlich wieder mal die große Klappe gehabt – konnte leider nicht bis ganz oben durchhalten auf der ersten Plattform war Schicht im Schacht, meine Höhenangst hatte wieder mal zugeschlagen. Wenigstens hat man von hier aus eine gute Aussicht über die Stadt gehabt. Wie es von ganz oben war, kann nur Monty sagen bzw. seine Fotos zeigen, die ich demnächst erhalten werde.

Nach dem Abstieg genieße ich noch ein Eis sowie die Frauen hier um mich herum, Monty ist lieber noch auf dem Turm. Und dann ging es wieder vorbei an vielen Obstbäumen hinunter zur Stadt wo wir endlich wieder an der Straßenbahnhaltestelle angekommen sind und ab ins Hotel fuhren. Mittlerweile war es 19:30 Uhr abends – ein wahnsinnig, interessanter aber auch anstregender Tag sollte nun bald seinen Abschluss finden. Haha weit gefehlt Leute es ging weiter 😀 .

Im Hotel, nahm ich erst einmal ein schönes Bad – naja ich hätte doch wohl Duschen sollen, denn der Stöpsel war nicht dicht und das Badewasser stahl sich immer davon, trotzdem konnte ich es so halbwegs genießen. Gegen 20:30 Uhr gingen wir in das Grosetto welches wir schon vom vorigen Tag beim vorbeigehen kannten. Ich bestellte eine Pizza (riesiges Ding) und nen Bier – für knapp umgerechnet 10.00 € – Toppreis und Monty sowie ich genossen das einzige und letzte Abendmahl in Prag.

Nach dem wohlverdienten Abendessen fuhren wir abschließend nochmal in die Innenstadt, nicht jedoch vorher zu schauen wann die letzte Straßenbahn fährt, da wir ja irgendwie noch ins Hotel kommen müssen, so viel schon einmal ein Bar- und Discoabend flach. Dafür konnten wir aber die Altstadt in Prag bei Nacht und voller Beleuchtung erleben, es waren trotz der fortgeschrittenen Zeit noch sehr viele Menschen unterwegs. Die Burg konnte man von der Karlsbrücke beleuchtet sehen – was für ein Gigantisches Gebäude dachte ich bevor es nochmal kurz in die kleinen Gassen zum Schauen ging.

Zimmer im Hotel International (Foto: der uNi)

Gegen 00:05 Uhr mussten wir leider wieder bei der Straßenbahn sein und waren gegen halb 1 wieder im Hotel um zur Nachtruhe zu gelangen. Am Morgen das selbe Prozedere wie gestern – Duschen, Frühstück danach Taschen packen und auf ging es wieder Richtung Heimat, nicht jedoch vorher nochmals einen Stopp in Chumotov einzulegen und bei Globus einzukaufen bzw. Kuchen und Capu zu genießen.

Gegen 17:30 Uhr waren wir wieder auf den heimatlichen Boden der Tatsachen angelangt, ich betrat meine Wohnung und schwelgte in Erinnerung an die tollen Momente in Prag. Für uns steht jedoch fest, sollte es sich nächstes Jahr zeitlich wieder einrichten lassen, darf uns das “Goldene Prag”* wieder als Gäste begrüßen.

Soweit nun zu meinem – nicht mehr so kurzen- Reisebericht. Lasst mir doch paar Kommentare da wie Euch der Bericht gefallen hat, was Euch fehlt bzw. ich noch berichten sollte.

Euer uNi

Fotogalerie Prag 2016

Marco Unverzagt
Über der uNi 53 Artikel
Hallo, mein Name ist Marco auch genannt der uNi. Ich bin ledig und lebe bzw. wohne in der über 1040 jährigen Kaiser-, Residenz- und Skatstadt Altenburg/Thüringen ;-).