Reisebericht – Wanderung am Sprotteerlebnispfad

Wir haben nun bereits Mitte Juli des Jahres 2018 (nach der christlichen Zeitrechnung) und es wird doch endlich mal wieder Zeit ein Lebenszeichen von mir zu geben. Hier bin ich, mit einem neuen und so hoffe ich doch interessanten Artikel für euch.

Wir haben es seit Wochen so richtig schön sommerlich mit viel Sonne, Hitze und wohlig warmen Gefühlen. Ich sitze also nun am Samstag früh (14.07.2018) bei Zeiten gegen 8 Uhr auf meinem Balkon und genieße mein Frühstück bei frisch aufgebackenen Brötchen mit Marmelade und Honig sowie selbst gebrühten Kaffee ala uNi 😉 höre Musik wie soll es anders sein – Dark Empire*. Ich kann diese Band nur sehr zu empfehlen, auch wenn man zur Zeit nichts mehr von ihnen hört.

Aber plötzlich fällt mir doch eine Familien-Freizeit-Karte für das Altenburger Land aus dem Buch, welches ich mir geholt hatte und wurde natürlich neugierig was es mit dieser Karte auf sich hat. Ich geb zu ich hatte die Karte bereits paar Tage vorher im Rathaus von Altenburg aus der Infoauslage gekrallt und sie als Lesezeichen für mein Liederbuch genutzt und somit total vergessen gehabt. – Ja im Alter wird man etwas vergesslicher 🙂 .

Ich komme kurz mal zum Buch, einige Lieder hab ich mit meiner Gesangs(un)kunst per Video festgehalten, diese findet ihr demnächst auch auf meiner Seite oder bei Youtube bzw. Facebook. Nun gut aber jetzt weiter im Text.

Ich blättere so in der Freizeitkarte und entdecke ein schön gestaltetes Foto wo eine Familie über Wackersteine in einem Flußlauf geht oder auch springt, dies hatte mein Interesse geweckt und ich las lust-begierig ( ja auch ich hab abundzu Lust – das Thema Liebe und Frau betrachten wir ein anderes mal) wo denn sich diese Attraktion befindet und wurde auf den Sprotteerlebnispfad  aufmerksam.

Da ich ja manchmal auch Spontan bin, faste ich den Entschluss, das Wetter war ja gut und paar Wolken waren da, mich in das Abenteuer zu stürzen. Tja es war dann doch anstregender und sonniger als gedacht – aber es nutzt nix zu Klagen sondern man sollte es es wagen. Ihr werdet es gleich lesen – bleibt dran.

Also fuhr ich bepackt mit Kamera, Handy inklusive Selfiestab und einer kleinen Flasche Wasser nach Schmölln. Dort nach ca. 20 Minuten angekommen, wir haben es kurz vor 10 Uhr und eingeparkt beim Tatami dem Schwimmbad in Schmölln, welches ich ehrlich gesagt noch nie besucht habe – ich bade ja nur zu hause in der Wanne 🙂 .

Ich hatte natürlich eine dünne Jacke dabei, die ich mir hätte sparen können, wie ich später merkte, denn die Sonne brannte. Ich hab mich natürlich auch nicht eingecremt um einem Sonnenbrand zu umgehen, der Pelz war natürlich später dann verbrannt.  Ich lief also los und war schon begeistert am Startpunkt, denn dort sind Wasserspiele und ein tolles altes Wehr, ich liebe die alten Bauwerke. Die erste Wegstrecke ging direkt durch eine Gartenanlage vorbei an Feldern und rechter Hand die Sprotte die da still und ruhig fließt. Diese Landschaft ist Abwechslungsreich, mal die Sonne voll abbekommen, mal im Schatten der Bäume durch Wald laufen und die Luft atmen, die Natur erleben. Es ging vorbei an einem sehr schön gestalteten Rastplatz bei Nödenitzsch am ehemaligen Jägerhof Leedenmühle bevor es direkt an der Bahnstrecke in Richtung Lohma weitergeht. Hier kann man wilde Brombeerbüsche finden und wenn man wie ich zur günstigen Jahreszeit vorbei wandert auch naschen – nein nicht vernaschen 😉 .  Es gibt hier wunderbare unberührte Natur mit Blumenwiesen, Streuobstwiesen und vielen Tieren zu bestaunen.

Angekommen in Lohma ging es vorbei am Bahnübergang nach rechts Richtung Nöbdenitz. Durch Lohma bin ich schon öfters gefahren aber auch laufen hat seinen Reiz, es gibt schöne gestaltete Häuser und es ist ein ruhiger Ort. Weiter gehts auf einer Ortsverbindungsstraße Richtung Nöbdenitz, noch tragen mich die Füße und ich bin frei von Gedanken das ich den Weg auch wieder zurückgehen muss. Durch die Brücke bei Nöbdenitz kommt man dann in den Ort hinein und ich war erstaunt, es gibt hier sehr schön gestaltete Bauerngärten und ebenfalls die 1000-jährige Eiche. Durch einen Tipp einer Anwohnerin hab ich von den Teichen erfahren und konnte nach einem ungeplanten Rundgang durch das Dorf auch wieder den Wanderweg finden. Die Teiche liegen sehr idyllisch, ruhig und sind sehr gut gepflegt. Leider so eine ältere Dame zu mir, nutzen diesen schönen Flecken im Dorfe nur sehr wenige Menschen. Ich glaube ich werde diesen Ort sicherlich noch öfters besuchen, es gibt schöne Fotomotive dort.

Weiter ging es natürlich direkt an den Teichen in Richtung Posterstein durch sehr schönen Wald, an der Weide der Wasserbüffel vom Nabu vorbei. Kurz nach dieser Weide paar Gehminuten kam ich nun endlich an mein ursprünglich begehrtes Ziel an. Es gibt 2 kleine Brücken und den Steinpfad über bzw. durch die Sprotte. Es ist dort alles Sauber und ich bin der einzige hier, kann also meine Tasche auf der leider einzigen Bank hier (wenn mehr los ist, sind es wenig Sitzmöglichkeiten) ablegen und den Pfad erkunden. Siehe auch die Videos dazu.

Ich kann Euch auf jeden Fall den Sprotteerlebnispfad ab Nöbdenitz empfehlen für alle die auch gern mal mit der Familie und den Kindern erleben möchten – es ist sozusagen mein Geheimtipp.

Da ich mir heute das Ziel Posterstein gesetzt habe musste ich also weiter, denn es ist noch ein bisschen Wegstrecke zurückzulegen. Die nächste wundervolle Weg-Etappe, ich wusste gar nicht das es dort sowas schönes gibt – man lernt also nie aus, war die sehr gut gelegene Rothenmühle. Diese erreicht man wenn man dem Weg folgt, durch die Unterführung der Autobahn – hier kann man wunderbare Fotografien im Gegenlicht und Tunneloptik machen. Die Rothenmühle ist eine auch für Familien zu empfehlende Lokation. Hier gibt es Ziegen die frei rum laufen, ich habe einen Esel gesehen – nein nicht den Esel, der das hier gerade schreibt und bei stechender Sonne ohne Schutz wandert – es gibt Enten und einen kleinen Dackel. Hier kann man Kaffee trinken, Kuchen oder Wiener mit Kartoffelsalat, gebratenes vom Grill oder einfach ein Eis bzw. kühles Getränk bei sehr netter Bewirtung genießen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt dort.

Weiter ging es entlang an Feldern, einem Friedhof auf dem gut ausgebauten Weg (die gesamte Strecke übrigens) kurz vor Posterstein, ich sehe schon die Burg Posterstein und wo auch endlich wieder Schattenspendente Bäume sind und fühle mich gut – noch, denn ich verdränge gerade mal das ich ja auch wieder bis Schmölln zurück muss 😉 .

Nach weiteren 30 Minuten bin ich endlich am Ziel wir haben es 12.30 Uhr und mache ein paar Fotos, ein Video und genieße die Stille an der Burg. Bevor ich mich auf den wirklich anstregenden Rückweg in sengender Hitze mache.

So nun endet mein kleiner Bericht der Wanderung über knapp 20 km – hin und zurück – mit vielen tollen Erlebnissen. Achja die Fotogalerie folgt jetzt hier unten. Viel Spaß beim anschauen. Für Facebook-Fans auch bei facebook.

 

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Hallo, mein Name ist Marco auch genannt der uNi. Ich bin ledig und lebe bzw. wohne in der über 1040 jährigen Kaiser-, Residenz- und Skatstadt Altenburg/Thüringen ;-).