Wahnsinnige Wanderung und tolle Denkmale

Denkmaltag 2016

Was soll ich Euch sagen, es war ein heißer Sonntag im September über 35 Grad und sonnig. Genauer gesagt es war mal wieder der Tag des offenen Denkmals und ich konnte meinem Hobby nachgehen – Fotos machen. Ich habe ja nun die letzten beiden Jahre schwänzen müssen, da ich mit meiner Infoseite ABG-Info.de auf der Kreativmesse Idee³ teilgenommen hatte um mich und meine Arbeit als Kreativer Internetmensch zu präsentieren.

Ich hätte dieses Jahr gerne mit gemacht, aber mich als Mitgründer der Kreativmesse hat es gestört das eine Landrätin, die sukzessive das Altenburger Land mit illegalen Einwanderern auch genannt Flüchtlinge flutet und somit das soziale und kulturelle Leben bzw. Erbe unserer Vorfahren und Bevölkerung genauso systematisch zerstört wie die Politiker in den Landtagen und im Bundestag, die Schirmherrin über diese wunderbare Messe ist und somit sich mit fremden Federn schmückt.

Nun ja schlussendlich konnte ich aber nun wieder meinem Hobby nachgehen und Fotos machen.

Ich stand also am Sonntag schon beizeiten auf, ich glaube so gegen 6.30 Uhr war es als ich aus den Federn gesprungen bin, voller Elan und Tatendrang. Ich druckte mir den Programmplan für den Tag des offenen Denkmals in Altenburg aus, da ich leider den, den ich schon hatte

uNi hat einen Plan zum Denkmaltag 2016

unfreiwillig in den Papiermüll entsorgt hatte.

Ich habe mir schnell noch Brötchen beim Bäcker gekauft, der Kaffee konnte in der Zwischenzeit durch die Maschine marschieren solange ich unterwegs war und ich machte mir einen Plan – nein nicht Egon hat einen Plan sondern der uNi hat einen 😉 .

Wieder angekommen nahm ich ein gepflegtes Frühstück mit Kaffee zu mir und machte mir den Streckenplan für die Denkmale fertig. Meine geplante Zeitvorgabe für Altenburg betrug 4 Stunden, was schon ne ganze Menge ist bei diesem heißen Sommerwetter. Da die Meisten Objekte meiner Begierde aber erst 10 Uhr öffneten, habe ich es mir noch etwas länger mit Kaffee, Obst und Brötchen gut gehen lassen, ja ich bin der gemütliche und genüssliche Mensch.

Pünktlich mit den Schlägen der Kirchturmuhr 10 Uhr ging es los, natürlich mit 2 Objektiven, verschiedenen Filtern (die ich eh nicht brauchte), meinem Plan (siehe Foto 😀 ) und das ganze in kurzen Höschen – naja es war doch bisl warm und so konnten die Quarkbeine mal bisl Sonne erhaschen.

Los ging es Richtung Lessingstraße wo heute das erste mal ein Objekt offen ist, welches mir schon ein paar mal beim vorbeispazieren aufgefallen ist. Dieses Gebäude wird demnächst durch die SWG saniert und wieder einer Nutzung zugeführt, was ich schon sehr gut finde. Nach der Fototour durch das Gebäude war mein nächstes Ziel der Herzogliche Marstall wo auch die oben genannte Kreativmesse Idee³

Kreativmesse im Marstall Altenburg

stattfindet. Angekommen am Marstall traf ich sogar noch gute Freunde – Frank und Anne mit Nachwuchs die sich die Messe schon angeschaut und mich dort mit Stand vermisst hatten, ich klärte sie kurz auf. Nachdem wir nun kurz geredet haben ging es schwupp die wupp hinein ins altehrwürdige Gebäude wo ich mich 20 min aufhielt, mich dort auch noch mit mir bekannten Ausstellern unterhielt um dann nach dem Zeitplan zum nächsten Objekt zu gelangen.

Das nächste Denkmal befindet sich unweit des Marstalls und zwar in der Parkstrasse, es handelt sich um die Villa Mylius – leider hab ich da von innen keine Fotos machen dürfen, somit müsst ihr mit den Fotos von außen vorlieb nehmen. Dieser Besuch belief sich auf knapp 5 min da es für mich uninteressant ist, ein Gebäude zum Denkmaltag zu besuchen von dem ich keine fotografischen Eindrücke mitnehmen kann. Hier kann ich sagen, das Haus ist zwar sehr schön von innen aber als Objekt zum Denkmaltag ungeeignet. Aber das sollte mich nicht aufhalten und weiter ging es in die Leipziger Strasse zur Villa Köhler in der man ebenfalls einen wunderbaren Raum sehen kann ausgekleidet mit Holz und sehr schöner Deckenbemalung. Die alte und schön verzierte Holztür war natürlich der Hingucker schlechthin.

Teeangebot vom Teehaus Förderverein

Weiter ging es über den ehemaligen Gasthof “Thüringer Hof” hoch hinauf über die Röhren zum Schloss. Dort habe ich den alten Schieferdeckerschuppen aufgesucht , ein paar Fotos gemacht und bin anschließend über die sehr schön restaurierte ehemalige Herzogliche Hofgärtnerei, die jetzt eine Pension ist hin zum Teehaus und der Orangerie. Hier habe ich mich mit netten Menschen vom Teehaus Förderverein unterhalten und konnte in Erfahrung bringen, das es jetzt einen Teehaus-Tee in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Da ich sowohl Kaffeetrinker als auch Teetrinker bin, werde ich mir bei Gelegenheit den Tee mal kaufen und ausgiebig testen.

Nunja nach einem ungeplant langen Aufenhalt von mindestens 20 min 😉 bin ich weiter zu den Roten Spitzen dort so habe ich unterwegs erfahren ist der Nordturm begehbar also nutze ich die Chance heute mal, nur eben den Turm zu besteigen, den Rest kenne ich ja nun schon sehr gut und habe es oft genug gesehen. Ich hatte Glück vor mir waren vielleicht noch 2-3 Leute die auch hoch hinauf wollten, so das ich nicht lange warten musste um den nächsten Turm in Altenburg zu besteigen. Wenn ich es mir so richtig überlege, habe ich eigentlich fast jeden Turm bestiegen (Rote Spitzen, sämtliche Kirchen, Kunstturm und die Türme im Schloss sowie den Nikolaiturm. Selbst dem Friedrichgymnasium bin ich schon aufs Dach gestiegen.

Keller im Paul-Gustavus-Haus

Ok zurück zur Denkmaltour. Weiter ging es nun zum Paul-Gustavus-Haus einer ehemaligen Malzkaffeefabrik, dort konnte man den Keller und Teile des Hauses besichtigen, hier finde ich sind echt tolle und spannende Fotos entstanden. Nun gut ich musste mich bisl sputen also ging es gleich durch die Amtsgasse auf den Brühl wo ich den Historischen Friseursalon mit Bohlenstube besichtigte, ich hätte nicht gedacht was es dort alles zu entdecken gibt. Auch das mittelalterliche Bürgerhaus Brühl 2 war ein Besuch wert, dort konnte man ebenfalls Reste der Bohlenstube und eine Galerie besichtigen. Nun gut ich musste weiter und auf ging es in das Barocke Bürgerhaus in der Burgstraße auch dort konnte man den Keller mit Gewölbe anschauen, was für eine Leistung der Bauleute damals, heutzutage scheinen alle diese Bauweise vergessen zu haben oder schieben die Kosten vor. Obwohl es damals ging wieso sollte dies heute mit normalen Kostenaufwand nicht mehr gehen? Für mich steht fest, sollte ich jemals ein Haus besitzen dann mit Gewölbekeller, es ist das beste was es gibt, die Vorfahren wussten es und wir sollten es ihnen endlich gleichtun und das moderne Gebaue sein lassen, es ist nicht gut für die Entwicklung der Menschen.

Ich machte mich wieder auf den Weg und besuchte noch 3 weitere Objekte in Altenburg, so das Barocke Bürgerhaus bei der Brüderkirche, danach die Grundschule “Karolinum” mit dem wunderbaren Schulsaal – heute sagt man Aula – was für ein Scheiss Wort 😉 . Das letzte Objekt war dann das Gemeindehaus des New Generation e.V. im Johannisgraben wo ich eine Führung mitgemacht habe. Auch hier konnte man den Baufortschritt erkennen.

Nun ging es endlich heim und ich konnte mir endlich einen Kaffee gönnen und die Füße hochlegen, wir haben es 14.30 Uhr – wow war das ein Marathon aber ich fand es trotz der Hitze und der knappen Zeitplanung gelungen. Ja ich schiesse schon manchmal den Vogel ab, aber so kennt man mich halt.

Aber nicht das ihr denkt hier ist nun Schluss mit diesem Artikel, NEIN weit gefehlt es geht weiter und zwar mit 4 Objekten aus dem Altenburger Land. Ich wollte ja nicht nur über die Stadt Altenburg berichten, nein auch der Landkreis liegt mir am Herzen.

Also ging es 15:30 nach ner knappen Stunde auf große Fahrt ins Altenburger Land. Den ersten Stopp machte ich in Rom(schütz) – schönes Wortspiel – viele sagen Rom und meinen natürlich Romschütz … dort gibt es eine wunderbare Kirche mit einem Lamm/Schaf auf der Dach-Spitze wo sich sonst

Laubengang im Rittergut Schwanditz

ein Kreuz oder die Wetterfahne befindet. Welches Bewandtnis dies hat kann ich euch noch nicht sagen, bin gerade zu faul zum Googlen 😉 aber ich hab einmal gehört … ein Dachdecker viel beim Arbeiten vom Dach und landete auf dem Schaf, welches ihm somit das Leben rettete. Aus Dankbarkeit erinnerte man fortan an das Schaf… ob das nun stimmt keine Ahnung. Ich habe nachdem ich paar Fotos geknippst hatte die Fahrt fortgesetzt zum Rittergut Schwanditz.

Ja ich kenne es vom vorbeifahren es liegt schön in einer Senke und ist riesig groß, sieht von außen gar nicht so aus und es gibt einen sehr großen Laubengang am Gebäude sowie einen schönen Teich. Man kann sich hier sicherlich als Feriengast auf dem Lande sehr wohlfühlen – denn hier kann man Urlaub machen und im Landladen viele gute und gesunde Sachen kaufen.

Nächster Halt ist die Bockwindmühle in Lumpzig – auch hier war ich zum ersten Male, leider war ich nicht drinnen, da ich es zeitlich nicht geschaffte hatte, aber ich werde es nachholen.

das Postersteiner Schloss

Weiter ging es Richtung Posterstein – hier muss ich mich an die Nase fassen, ich war bisher in meinen vielen Jahren als Altenbürger noch nie dort. Was ich aber dort sah sowohl die Kirche mit der sehr schönen und interessanten Holzausstattung als auch das Schloss waren für mich echt faszinierend. Ich habe beschlossen diese Gegend demnächst mal zu besuchen und einen längeren Aufenhalt dort zu machen. Natürlich werde ich Euch teilhaben lassen.

Nun Gut das solls aber nun doch für heute gewesen sein. Nachfolgend findet ihr hier noch die Galerie zum Tag des offenen Denkmals 2016. Übrigens könnt ihr auch hier bei Facebook unter meiner Fotografen-Fan-Seite viele Fotos finden.

Bis bald Euer uNi

 

Marco Unverzagt
Über der uNi 54 Artikel
Hallo, mein Name ist Marco auch genannt der uNi. Ich bin ledig und lebe bzw. wohne in der über 1040 jährigen Kaiser-, Residenz- und Skatstadt Altenburg/Thüringen ;-).