Warum warten wir so oft auf den richtigen Moment?

Mensch mit Hund blickt bei Sonnenuntergang über eine weite Landschaft

Manche Ideen begleiten uns länger als Menschen.

Wir denken darüber nach, erzählen vielleicht davon und sagen irgendwann: „Das mache ich, wenn es etwas ruhiger wird.“

Aber wann wird es eigentlich ruhiger?

Es fehlt immer noch etwas

Mal fehlt die Zeit. Mal das Geld. Mal die Erfahrung. Dann denken wir, wir müssten erst noch etwas lernen, etwas kaufen oder mutiger werden.

Und manchmal fehlt eigentlich gar nichts.

Außer diesem einen Moment, in dem wir anfangen.

Ich kenne das selbst gut. Ideen habe ich genug. Geschichten, Videos, Musik, Projekte und Dinge, die ich schon lange ausprobieren möchte. Im Kopf können sie ziemlich groß werden.

So groß, dass der erste Schritt plötzlich schwerer aussieht, als er eigentlich ist.

Ein Anfang darf unspektakulär sein

Vielleicht müssen wir nicht gleich wissen, wie alles funktioniert.

Ein Video beginnt nicht mit tausend Zuschauern. Eine Geschichte beginnt nicht mit einem fertigen Buch. Eine Reise beginnt nicht erst am Flughafen.

Manchmal beginnt etwas einfach damit, dass wir eine Datei öffnen, einen ersten Satz schreiben oder zehn Minuten ausprobieren, ob uns eine Idee überhaupt gefällt.

Du musst heute nicht wissen, wohin der ganze Weg führt. Ein nächster Schritt genügt.

Der Anfang muss niemanden beeindrucken.

Er muss nur stattfinden.

Was könnte heute schon gehen?

Denk einmal an etwas, das du seit einer Weile machen möchtest.

Nicht daran, was dafür irgendwann alles nötig wäre.

Sondern nur an heute.

Was wäre ein Anfang, der in zehn Minuten möglich ist?

Vielleicht eine Nachricht. Eine Notiz. Ein erster Absatz. Ein Spaziergang. Eine Recherche. Oder endlich die Datei anzulegen, die bisher nur in deinem Kopf existiert.

Zehn Minuten verändern vielleicht noch nicht dein Leben.

Aber sie können aus „irgendwann“ ein „ich habe angefangen“ machen.

Worauf wartest du gerade noch?

Schreib es mir gern. Vielleicht kennen wir dieses „Irgendwann“ besser, als uns lieb ist.

Marco, der uNi